Merken Dieser herzhafte, bayerische Pilz-Eintopf ist mein absolutes Wohlfühlgericht für kalte Tage und lässt sich problemlos vorbereiten – am nächsten Tag schmeckt er sogar noch besser. Eine aromatische Mischung aus verschiedenen Pilzen, Wurzelgemüse und klassischen Gewürzen sorgt für Tiefe und bringt Heimat-Gefühl direkt auf den Tisch. Ideal, wenn du Gäste erwartest oder dir das Kochen unter der Woche erleichtern möchtest.
Meine Familie hat dieses Gericht erstmals auf einem Winter-Spaziergang wiederentdeckt – seitdem gehört der Pilz-Eintopf bei uns einfach zum Herbst und Winter dazu und erinnert uns stets an gemütliche Sonntage.
Zutaten
- Gemischte frische Pilze: Die Kombination aus Champignons, Braunkappen und Shiitake sorgt für viel Umami und ein schönes Mundgefühl achte auf frische, feste Exemplare und vermeide welke Stellen
- Große Zwiebel: Für einen süßlichen, kräftigen Grundgeschmack goldgelb anschwitzen ergibt mehr Aroma
- Möhren und Selleriestangen: Diese Wurzelgemüse geben dem Eintopf klassische Tiefe und eine schöne Süße die Farben machen auch optisch Freude
- Kartoffeln: Kräftige, festkochende Kartoffeln machen satt und binden die Suppe auf natürliche Weise
- Knoblauch: Für eine pikante Note kaufe möglichst frische Zehen ohne grüne Triebe
- Frische Petersilie: Gibt Frische und Farbe am Ende hinzu empfehlenswert ist krause oder glatte Blattpetersilie ohne welke Blätter
- Gemüsebrühe: Bringt Würze – am besten aus Bio-Qualität oder selbst gekocht
- Trockener Weißwein: Unterstützt die Säure und gibt Eleganz Wein trocken auswählen und bei Bedarf alkoholfrei ersetzen
- Sojasauce: Für herzhafte Tiefe und Salz ausgewogen verwenden möglichst auf natürliche Gärung achten
- Schlagsahne oder pflanzliche Alternative: Sorgt für cremige Fülle wenn gewünscht hochwertige Produkte verwenden
- Kümmelsamen: Typisch bayerische Würze den Geschmack mit der Hand etwas andrücken für mehr Aroma
- Frischer Thymian: Hilfe beim Abrunden des Gerichts gern auch durch getrockneten ersetzen
- Lorbeerblatt: Gibt beim Köcheln ein würziges, leicht herbes Aroma Lorbeer vor dem Servieren entfernen
- Schwarzer Pfeffer und Salz: Für die Grundwürze frisch gemahlen bevorzugen
- Butter oder Pflanzenmargarine: Zum Anschwitzen, gerne ein Bio-Produkt verwenden für einen runden Geschmack
- Weizenmehl: Zum Andicken des Eintopfs kann bei Bedarf durch glutenfreie Varianten ersetzt werden
Detaillierte Zubereitung
- Aromen anbraten:
- Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Zwiebeln, Möhren und Sellerie zugeben und unter gelegentlichem Umrühren mindestens 5 bis 6 Minuten anschwitzen. Die Zwiebeln sollten goldgelb werden, damit ihre Süße hervorkommt und die Basis aromatisch wird.
- Würzen:
- Knoblauch und Kümmel dazugeben und für etwa 1 Minute unter stetigem Rühren braten bis alles duftet. So können sich die ätherischen Öle optimal entfalten.
- Pilze rösten:
- Geschnittene Pilze unterheben und unter häufigem Rühren braten. Die Pilze geben zunächst Flüssigkeit ab. Weiter garen bis die Feuchtigkeit verdampft ist und die Pilze beginnen, Farbe anzunehmen – das dauert rund 8 Minuten und sorgt für überraschend viel Geschmack.
- Mehl zugeben:
- Das Mehl über das Gemüse streuen und alles gründlich vermengen. Zwei Minuten weiterbraten damit der Mehlgeschmack verschwindet und die Bindung vorbereitet wird.
- Mit Wein ablöschen:
- Mit Weißwein ablöschen und dabei den Bratensatz sorgfältig vom Topfboden lösen. Zwei Minuten köcheln lassen bis der Alkohol verkocht und die Soße leicht andickt.
- Eintopf aufsetzen:
- Gemüsebrühe Kartoffeln Sojasauce Thymian Lorbeer Pfeffer und Salz einrühren. Zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und den Eintopf offen 25 bis 30 Minuten sachte köcheln lassen bis Kartoffeln und Gemüse weich sind.
- Abrunden und vollenden:
- Zum Schluss Sahne oder Sahne-Alternative sowie die gehackte Petersilie unterrühren. Noch zwei Minuten sanft ziehen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
- Abschmecken und servieren:
- Den Eintopf nach Belieben mit zusätzlichem Salz oder Pfeffer würzen. Falls du ihn vorbereiten willst lasse ihn etwas abkühlen und stelle ihn abgedeckt in den Kühlschrank. Vor dem Servieren nochmals sanft erwärmen und mit frischer Petersilie toppen – dazu passt knuspriges Brot.
Merken Jedes Mal wenn ich Kümmel anröste, erinnert mich der Duft an die kleine Berghütte in Oberbayern, in der wir diesen Pilzeintopf das erste Mal gemeinsam gekocht haben. Bis heute bleibt er mein Lieblingsrezept wann immer die ersten feuchten Herbsttage anbrechen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Der Pilz-Eintopf hält sich abgedeckt im Kühlschrank drei bis vier Tage und der Geschmack wird mit jedem Tag intensiver. Am besten erhitzt du ihn langsam auf niedriger Stufe, damit die Aromen erhalten bleiben und das Gemüse nicht zerfällt. Ein weiterer Tipp schütte immer nur so viel um wie du tatsächlich brauchst, damit der Rest im Topf bleibt und nicht unnötig erwärmt wird.
Zutaten-Tausch
Keine frischen Shiitake gefunden Dann einfach mehr Champignons oder Steinpilze verwenden. Statt Petersilie sorgen Schnittlauch oder Kerbel für frische Akzente. Für zusätzliche Fülle kann zum Beispiel auch Pastinake oder Petersilienwurzel hineingeschnitten werden. Wer es herzhafter mag mischt Räuchertofu oder knackigen Seitan unter.
Serviervorschläge
Am ursprünglichsten schmeckt dieser Eintopf mit kräftigem Bauernbrot am liebsten leicht getoastet. In Bayern lieben wir dazu auch goldbraune Brezn oder selbstgemachte Spätzle. Für ein festliches Menü einfach mit einem Kürbissalat oder einem leichten Rote-Bete-Carpaccio servieren – wärmt nicht nur den Magen.
Merken Mit diesem Eintopf bleibt der Genuss auch an stressigen Tagen erhalten und bringt ein Stück bayerische Tradition direkt auf deinen Tisch. Frische Petersilie rundet das Gericht beim Servieren perfekt ab.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Welche Pilzsorten sind ideal für den Eintopf?
Mischungen aus Champignons, Shiitake und braunen Pilzen verleihen dem Gericht Tiefe und Aroma.
- → Lässt sich der Eintopf gut aufbewahren?
Ja, nach dem Abkühlen im Kühlschrank gelagert, schmeckt er am nächsten Tag sogar noch besser.
- → Kann das Gericht vegan zubereitet werden?
Mit pflanzlicher Butter und Sahne gelingt die vegane Variante sehr einfach und bleibt herzhaft.
- → Welche Beilagen passen am besten dazu?
Rustikales Roggenbrot, Brezeln oder Spätzle ergänzen den Eintopf authentisch und sättigend.
- → Wie kann mehr Protein ergänzt werden?
Geräucherter Tofu oder Seitan lassen sich würfeln und unterrühren für eine proteinreichere Mahlzeit.
- → Wie gelingt die glutenfreie Variante?
Verwende glutenfreies Mehl und Tamari statt Sojasauce, um eine glutenfreie Version zuzubereiten.